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TUMULT FRÜHJAHR 2018

#MeToo: Zur Bloßstellung von Haus- und Firmentyrannen, die sich »unangemessen verhalten«, gehört nur eine Prise Gratismut, denn die wahre Macht ist längst auf Apparate der Entfesselung und Betreuung von Kampagnen übergegangen. Was ist schon ein Großkotz, der Bewerberinnen zu Liebesdiensten presst, gegen die allgegenwärtige Modellierung unserer Stimmungen und Wünsche?
      Ist die ganze Aufregung per #Me Too nicht eher ein Instrument im Verteilungskampf privilegierter Gruppen und Themen um Anteile an Beachtung, Anerkennung und Budget? So sieht es der abgeklärte Skandalberichterstatter: Einträchtig ringen alle um das Gleiche – Karriere und Dispositionsmacht – und bringen gegen die Konkurrenz ihre Merkmale zur Geltung, in diesem Fall das immer noch auf Gleichstellung dringende weibliche Geschlecht.
      Was hat nun die große Empörungs-Show noch mit der Sexualität zu tun? Sehr viel. Die permanente Besichtigung, Besprechung, Maßregelung und Verwertung sexueller Regungen und Praktiken folgt der zivilisatorischen Drift in Richtung auf eine Alleinherrschaft des Bewusstseins, auf die Kompetenz zu kompletter Überwachung und Selbstverfügung, das Nichtbewusste regulierendDie Drift jedoch verausgabt sich selbst und stärkt noch die Macht des Vor- und Unbewussten.

 

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung schlägt Schneisen in die subventionierte Wirklichkeit, sorgt für Belichtungen von toten Winkeln der Wahrnehmung und öffnet Landschaften der Poesie.

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung durchmisst die Räume des Politischen, erforscht die
Lebenswelt Netz, informiert über Die Bewirtschaftung der Zukunft und sucht Das Gespenst Sexualität heim.

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Umfang: 128 Seiten
Preis: 10,00 Euro (D) 10,50 Euro (A) 12,00 SFR (CH)
Format: 20 x 28,6 cm


Erscheinungsdatum: 6. März 2018
Pressecode: 4-198745-410003-01
Vertriebsinformationen: siehe hier ☛

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung erscheint vier Mal im Jahr, und zwar jeweils im Frühjahr (März), im Sommer (Juni), im Herbst (September) und im Winter (Dezember). Verleger und Inhaber der Zeitschrift ist der Verein Freunde der Vierteljahresschrift TUMULT
e. V.
, Dresden. Näheres siehe Menüpunkt FÖRDERVEREIN

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Ein Register aller bisherigen Themen der Ausgaben 2013 bis 2018 können Sie   hier als PDF herunterladen


INHALT

18 Bilder von Jan Bärmig
 
Frank Böckelmann – Sexualität als Verhandlungssache  


SCHNEISEN

Siegfried Gerlich – Das feministische Weiblichkeitsopfer Über den hohen Preis des Emanzipationsgelingens
Peter J. Brenner – Zweierlei Recht Kontrollverlust im Doppelstaat
Bettina Gruber – Die Stellvertreter
Horst G. Herrmann – Links von den Talaren Muff von fünfzig Jahren
Egon Flaig – Macron und Goethe Vom Verlust der Geschichte und von der Notwendigkeit kultureller Rückbesinnung ☛ PDF
Heinz Theisen – Koexistenz statt Universalität Weltordnung zwischen Globalismus und Partikularismus
 

MASSENZUWANDERUNG

Werner Sohn – Das Verschwinden der Ausländerkriminalität 
Thomas-Jürgen Muhs – Die Migration im Jahr 2017
Safeta Obhodjas – Feministische Scheinsolidarität mit Zuwanderinnen »Integration« als absurdes Theater weiblich-traditioneller Rückständigkeit, undifferenzierter Empathie und blinder Egomanie ☛ PDF
 

BELICHTUNGEN

Yannic Weber – Hassrede
Michael Böhm – Die Wiederkehr der Romantik oder Von der Unfähigkeit der Kulturschaffenden, die Zeit zu begreifen
Meinhard Creydt – »Offene Gesellschaft«, Beliebigkeit und Verzauberung
Stefan Barme – Mit Philipp Mainländer ins Nichts 
Georg Brunold – Gott ist wieder da Im Buchladen baut sich ein Jahrhundertthema auf ☛ PDF


LANDSCHAFTEN

Stephan Krawczyk – Aus dem Zyklus »Wildsonne« Drei Gedichte
Benjamin Jahn Zschocke – Raststätte Weserland Das Schicksal kennt keinen Zufall
Herbert Ulrich – Aus dem Zyklus »Polenreise – von Rot-Preußen nach Klein-Indien«
Takasaki – 189,1 521,11 5021,1 
 

DIE BEWIRTSCHAFTUNG DER ZUKUNFT

Albrecht Goeschel – Raumordnung (I) Die Vernichtung der deutschen Bauernklasse seit dem Spätmittelalter und das Einwanderungsdiktat des Berliner Regimes
Jörg Gerke – Subventionierter Raubbau Der Abschied von der bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland
Hervé Juvin – US-amerikanische Sanktionen, der Krieg des Rechts und strategische Unterwerfung Teil 1: Eine seltsame Unterwürfigkei Aus dem Französischen von Christiane Landgrebe
 

RÄUME DES POLITISCHEN

Lothar Fritze – Macht und ideologische Hegemonie
Henry Krause – So enden die Demokratien
Carlos Eduardo Pérez Crespo – Der Neoliberalismus in Peru 25 Jahre politische Erfahrung in Peru – eine kurze kritische Bewertung
Paul E. Gottfried – Das Ende der konservativen Bewegung Aus dem amerikanischen Englischen von Klaus Boer
Eva C. Schweitzer – Schwarz und Weiß in den USA
 

RÜCK-BILDUNG

Josef Kraus – Vergeigte Bildung: Eindrücke – Erkenntnisse – Einwände Teil 3: Endlose Kindheit durch Infantilisierung der Pädagogik – und der Gesellschaft! ☛ PDF