TUMULT WINTER 2015/16 (vergriffen)


Liebe Leser, haben Sie als Teilnehmer und Zaungäste der »Flüchtlingskrise« auch das Gefühl, dass der öffentlichen und veröffentlichten Meinung das Wesentliche, die Kernfrage der Krise, gleichsam ständig auf der Zunge liegt, aber von der Debatte über Organisation und Kapazitätsgrenzen verdrängt wird? Unsere Autoren versuchen, im toten Winkel der Tagesschauen zu ermitteln, worum es überhaupt geht. Eine Auswahl:

    Reinhard Jirgl weist die »Flüchtlings«-Analogie mit der Vertreibung 1945 zurück, benennt den Hauptnutznießer der »Politiklosigkeit« Europas und macht gegenüber der Masseneinwanderung ein altes imperiales Integrations-Postulat geltend: »In Roma Romani!«

    Wolfgang Hetzer erinnert an das Bürgerrecht auf Widerstand, sollte der ökonomisch und ethisch instrumentalisierte deutsche Verfassungsstaat als Exekutor des Asylrechts und Garant der nationalen Identität versagen.

    Rudolf Burger fragt, warum die Hunderttausende von kräftigen jungen Männern unter den Refugees davonlaufen, statt für ihre Leute zu kämpfen – und gibt eine ernüchternde Antwort.

    Rolf Peter Sieferle benennt die (bedrohten) Existenzbedingungen des europäischen National- und Sozialstaats. Kann die Massenimmigration das schrumpfende »soziale und kulturelle Kapital« (Vertrauen!) mehren? Oder wird sie es aufzehren und uns in eine »multitribale Gesellschaft« treiben?

 

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung schlägt Schneisen in die subventionierte Wirklichkeit, sorgt für Belichtungen von toten Winkeln der Wahrnehmung und öffnet Landschaften der Poesie.

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung durchmisst die Räume des Politischen, erforscht die
Lebenswelt Netz, informiert über Die Bewirtschaftung der Zukunft und sucht Das Gespenst Sexualität heim.

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Umfang: 96 Seiten
Preis: 8,00 Euro (D) 8,50 Euro (A) 10,00 SFR (CH)
Format: 20 x 28,6 cm


Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2015
Pressecode: 4-198745-408000-04
Vertriebsinformationen: siehe hier ☛

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung erscheint vier Mal im Jahr, und zwar jeweils im Frühjahr (März), im Sommer (Juni), im Herbst (September) und im Winter (Dezember). Verleger und Inhaber der Zeitschrift ist der Verein Freunde der Vierteljahresschrift TUMULT e. V., Dresden. Näheres siehe Menüpunkt FÖRDERVEREIN

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INHALT


DIE GROSSE EINWANDERUNG

Frank Böckelmann – Völkerfußwanderung 2015? Zur aktuellen Ausgabe ☛ PDF
Reinhard Jirgl – Die Arglosen im Inland
Wolfgang Hetzer – Wer schützt das Deutsche Volk? Überlegungen zum Grundgesetz
Rudolf Burger– Die Unzulänglichen
Eugen Rosenstock-Huessy – Vom Staat zum Stamm ☛ PDF
Rolf Peter Sieferle – Deutschland, Schlaraffenland Auf dem Weg in die multitribale Gesellschaft ☛ PDF
Ulrich Schacht – Bendler-Block vs. Ulbricht-Maschine Zur Kritik des »antifaschistischen« Umbaus
der Republik des Grundgesetzes

Siegfried Gerlich – Rassismus ohne Rassen Zur Dekonstruktion eines politischen Kampfbegriffs
François Jullien – Vom Abstand zum Gemeinsamen Dritter Teil. Denken im Außen


BELICHTUNGEN

Thomas Kapielski – Kompost III
Jürgen Paul Schwindt – Die Mitmacher  Zur Pathogenese der neuen deutschen Universität
Teil VIII (Kommunikation) – Das »cc« 
Petra Gehring – Sterbehilfe? Assistenz beim Sterben? Biopolitik ihrer Liberalisierung ☛ PDF
Walter Schübler – Vom Nachstellen Zwölf Thesen wider die Biografie
Ulrich Fröschle – Ein Denker der Abweichung Zu Ernst Jüngers Der Waldgang
Benjamin Jahn Zschocke – Die Untergeher


RÄUME DES POLITISCHEN

Lothar Fritze – Grenzen des Universalismus Über die Legitimität einer Bevorzugung des Eigenen
Peter Trawny – Chuzpe un Tachles Heidegger gegen seine Verehrer verteidigt
Walter Seitter – Grillparzer, Ontologie, Heidegger  
Rainer Just – Du sollst nicht fliegen! Überlegungen zum Germanwings-Absturz
Siegfried Gerlich – Abgesang auf die Geschichte Über Ernst Noltes Historische Existenz


LANDSCHAFTEN

Hans Magnus Enzensberger – System
Takasaki – Das Blatt 
Sophie Dannenberg – Er sagte, er wäre Journalist


DIE BEWIRTSCHAFTUNG DER ZUKUNFT

Felix Dirsch – Das liebe Geld und die Kultur
Andreas Raithel – Entkopplung und Wandlung Eine Kapitalismusanalyse mit Adolf A. Berle

 

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