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TUMULT-BLOG
Im Mittelpunkt des TUMULT-Projekts steht die gedruckte Vierteljahresschrift. Durch ihr weitmaschiges Netz – viermal jährlich erscheinen 112 Seiten – fallen aber viele lesenswerte Zusendungen, die möglichst rasch veröffentlicht werden sollten oder gar termingebunden sind und/oder deren Umfang die Kapazitäten der Printausgaben überfordert. Solche Texte präsentieren wir fortan im TUMULT-Blog.
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Thomas Hartung: SCHULSTREIK ALS JUVENILE PROTESTFORM
Haben Klimastreik und Wehrpflichtprotest etwas miteinander zu tun? Ja: beide finden im Namen des Überlebens statt. Anmerkungen zur ideologischen Krise des Pflichtbegriffs in unserem Land...


Thomas Hartung: DER ECHTE HASS AUF DIE FALSCHEN FRAUEN
Warum der Mainstream zunehmend Frauen bekämpft, die Familie, Wissenschaft, kurz die Realität ernst nehmen und damit linksfeministisches Feindbild werden: Eine leider nötige Bestandsaufnahme...


Frank Böckelmann, Axel Krause und Till Röcke: EINHEITSSPRACHE, FREMDHEIT, TIERE, VERZAUBERUNG
Ein Neujahrsgespräch ganz ohne Putin/Trump, Impf-Regime und Klimawandel...


Markus C. Kerber: DER VERFASSUNGSOLIGARCH
Bereits zur Zeit seiner kontroversen Präsidentschaft beim Bundesverfassungsgericht, besonders als Vorsitzender des Zweiten Senats, ließ der Ordinarius für öffentliches Recht Voßkuhle keine Gelegenheit verstreichen, um Medienpräsenz zu zeigen...


Adorján Kovács: EIN PROPHETISCHER TEXT? GEDANKEN ZU EINEM GEDICHT VON GERD GAISER
Der in den 1950er-Jahren und der ersten Hälfte der 1960er-Jahre vielgelesene und oft prämierte Schriftsteller und Kunsthistoriker Gerd Gaiser (Die sterbende Jagd, Das Schiff im Berg, Schlussball) war als Lehrer Mitglied der NSDAP und im Zweiten Weltkrieg Kampfflieger. Sogar der ihn gegenüber Heinrich Böll – den heute aber auch kaum jemand mehr liest – aus ideologischen Gründen zurücksetzende Kritiker Marcel Reich-Ranicki konnte ihm großes Talent nicht absprechen...


Bettina Gruber: DAS SINNLICHE SCHEINEN DER IDEENLOSIGKEIT. ANGESTRENGTE BLASPHEMIE IM WIENER KÜNSTLERHAUS
„Muss man sich aufregen?“ fragte mich mein Mann mit leicht ermüdeter Stimme, als ich ihn aus Wien anrief, um über meinen Besuch der Ausstellung „Du sollst Dir ein Bild machen“ zu berichten. „Muss man sich aufregen?“ Das ist eine gute, ja die entscheidende Frage...


Carsten Germis: WIE DER WERTEWESTEN SICH ÜBER DEN KRIEG STÜLPT
Der Krieg in der Ukraine ist für die Ukrainer ein nationaler Existenzkampf. Für den Westen ist er etwas anderes. Genau darin liegt seine Tragik. Während ukrainische Soldaten seit nunmehr vier Jahren einen klassischen Unabhängigkeitskrieg gegen den imperialen Großmachtanspruch Russlands führen – einen Krieg um Territorium, staatliche Souveränität und politische Selbstbehauptung –, wird dieser Kampf im Westen in ein anderes Bedeutungsregister übersetzt...


Felix Menzel: KAMPF UM HEGEMONIE – KRITISCHE GEDANKEN ZU EINEM BUCH VON BENEDIKT KAISER
Wie läßt sich die Deutungshoheit einer Gesellschaft erringen? Und wie kann die kulturelle Hegemonie dann gefestigt werden, damit eine patriotische Partei wie die AfD durchregieren kann, statt sich durchwursteln zu müssen? Um diese Fragen zu beantworten, konsultiert der neurechte Theoretiker Benedikt Kaiser den italienischen Kommunisten Antonio Gramsci...


Thomas Hartung: VOM STAATSDIENER ZUM VERDACHTSFALL
Mit Gesinnungsprüfungen, Chatkontrolle und AfD-Ausschluss säubert Rheinland-Pfalz politisch den öffentlichen Dienst. Es drohen Gesinnungsdisziplinarrecht und Berufsverbot. Und Sachsen zieht mit...


Christoph Ernst: DIE DIALEKTIK DER OFFENEN GESELLSCHAFT
Kürzlich plauderte ich mit einem holländischen Bekannten über kulturelle Unterschiede. Er skizzierte mir seine calvinistischen ‚Leitplanken‘, ich ihm meine säkular-lutherischen. Wir fragten uns, warum unsere Gesellschaften so polarisiert sind und ihnen die Fähigkeit zu Kompromissbereitschaft und Nachsicht flöten zu gehen scheint, die bekanntlich die Basis für ein halbwegs ziviles Miteinander sind...


Thomas Hartung: DIE TRICKSPIEGEL DER REPUBLIK
Im Namen der Objektivität definieren wir unsere Kategorien, bis sie uns gefallen – und „messen“ dann genau das, was wir vorher unterstellt haben. Erkenntnis wird so zur Selbstbestätigung...


PROMETHEUS: NETZWERK FÜR ALTERNATIVE LITERATUR
Wer im deutschsprachigen Literaturbetrieb aktiv ist, musste seit einigen Jahren erfahren, dass dort zunehmend nach inhaltlichen Kriterien selektiert wird. Netzwerke hat es immer gegeben. Wählten diese ehemals aber auch nach ästhetischen Maßstäben, nach Form, Stil, Originalität, ja provokantem Reiz, scheint heute vor allem eine Art liberalistischer Realismus gefordert, eine eng begrenzte Haltung, ein Kernbestand weltanschaulicher Thesen, die, wenn schon nicht bekräftigt, so zu


Thomas Hartung: VOM SCHULDSTOLZ
Am Anfang steht ein Satz, der heute wie Weihrauch durch die Republik wabert: „Der Holocaust ist das schlimmste Menschheitsverbrechen.“ Er erscheint im politischen Diskurs nicht als historisches Urteil, das man erläutern und begründen müsste, sondern als eine Art Glaubensbekenntnis, das die Zugehörigkeit zur bundesmoralischen Kommune Eins markiert...


Markus C. Kerber: SIE WERDEN BLEIBEN
Die unbedachten Äußerungen des deutschen Außenministers bei der Besichtigung eines zerstörten Vorstadtgebietes von Damaskus haben auch in seiner Partei zu Verunsicherung geführt. Seine Behauptung, aufgrund der Zerstörungen in Syrien sei mit einer baldigen Rückkehr der ca. 950.000 Syrer aus Deutschland in ihr Heimatland nicht zu rechnen, erzürnte seine Parteifreunde und veranlasste den Bundeskanzler zu der Feststellung, dass in Syrien kein Bürgerkrieg mehr herrsche und Syrier


Artur Abramovych: MULTIPOLARITÄT ALS ANTIWEISSE FINTE
Beate Broßmanns Ausführungen „Warum das Kriegsgeschrei?“ handeln kaum von Russland, sondern beschäftigen sich nahezu ausschließlich mit der europäischen Reaktion auf das Handeln der russischen Regierung (welches hinwiederum bloß als Reaktion auf westliche „Provokationen“ dargestellt wird)...


Thomas Hartung: WIDER DIE MORPHEMMORAL
Eine PoC-Lehrkraft fordert im Netz, Worte mit dem Suffix „-ling” nicht mehr zu nutzen. Zwischen Flüchtling und Liebling entscheidet aber der Kontext. Sprache wirkt über Urteile, nicht bloße Listen...


SZENEN VOM SEITENWECHSEL
TUMULT in Halle. Am Stand der Vierteljahresschrift für Konsensstörung kamen Autoren, Leser und Neugierige zusammen. Gut gelaunt, aber stets seriös wurde sich an beiden Messetagen ausgiebig ausgetauscht. Ein Stelldichein der Illusionslosen.


Carsten Germis: SCHAUMKRONEN. DAS FEUILLETON UND DIE BÜCHERMESSE IN HALLE
Widerspruch, heißt es, ist eigentlich die edelste Form des Denkens. Nur Reibung erzeugt Bewegung. Seit Hegel galt er als die Triebkraft jeder Entwicklung: Ohne Dialektik kein Fortschritt, ohne Konflikt keine Vernunft. Dass sich Widerspruch auch ganz anders zeigen kann, dass sich vor allem in der Bundesrepublik mittlerweile gar eine Ökonomisierung des Widerspruchs entwickelt hat, zeigt die Nachlese der Buchmesse »Seitenwechsel« in Halle am vergangenen Wochenende...


Krisztián Ungváry: NOTWEHR IST KEIN KRIEGSGESCHREI
Es ist nicht einfach, auf den Artikel von Beate Broßmann zu reagieren, weil ihre Aussagen eher wie ein Glaubensbekenntnis als eine Sachdiskussion erscheinen. Sie ist offensichtlich unzufrieden damit, dass die Ukraine Unterstützung aus der EU bekommt. Sie schreibt von einer „jahrelangen politisch-medialen Dämonisierung Russlands“...


Marc Pommerening: INSELN GESEHN - EIN GEDICHTBAND VON JÖRG BERNIG
Gediegen kommt der Gedichtband daher: solides Hardcover, ein Schutzumschlag mit geschmackvollem Aquarell, dezent formuliertes Lob Dresdener Professoren und Zitate großer Kollegen, die wie Cherubine vor dem eigentlichen Text wachen...
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