TUMULT WINTER 2014/15 (vergriffen)

»Der Besiegte schreibt die Geschichte; der Gescheiterte ist der Gescheitere«, notiert Carl Schmitt (1888 –1985) am
11. 9. 1951 in sein Glossarium, aus dessen unveröffentlichten Teilen wir Auszüge bringen. Der Sieger hält das ins Scheinwerferlicht getauchte Neuordnungstheater für das Ganze. Der Besiegte hingegen, sofern er sich nicht als Sieger drapiert, streift durch das Gelände im Schlagschatten, benennt das Ausgesperrte und sieht das Unebene und Unvereinbare in der grell ausgeleuchteten Szene. Und er ahnt, was den Siegern bevorsteht.

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung schlägt Schneisen in die subventionierte Wirklichkeit, sorgt für Belichtungen von toten Winkeln der Wahrnehmung und öffnet Landschaften der Poesie.

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung durchmisst die Räume des Politischen, erforscht die
Lebenswelt Netz, informiert über Die Bewirtschaftung der Zukunft und sucht Das Gespenst Sexualität heim.

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Umfang: 96 Seiten
Preis: 8,00 Euro (D) 8,50 Euro (A) 10,00 SFR (CH)
Format: 20 x 28,6 cm


Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2014
Pressecode: 4-198745-408000-04
Vertriebsinformationen: siehe hier ☛

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung erscheint vier Mal im Jahr, und zwar jeweils im Frühjahr (März), im Sommer (Juni), im Herbst (September) und im Winter (Dezember). Verleger und Inhaber der Zeitschrift ist der Verein Freunde der Vierteljahresschrift TUMULT e. V., Dresden. Näheres siehe Menüpunkt FÖRDERVEREIN

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INHALT


Frank Böckelmann und Horst Ebner – Der Besiegte schreibt die Geschichte Zur fünften Ausgabe der Vierteljahresschrift ☛ PDF
 

SCHNEISEN

Herfried Münkler Vom Nutzen und Nachteil geopolitischen Denkens Europas Defizite bei der Gestaltung
historisch-kultureller Räume

André Glucksmann – Die europäische Alternative Denken mit Voltaire
    Appendix
    Helmut Kohlenberger – Im Westen … im Dämmerzustand
Ernst Nolte – Der Islam: so! oder so? Zwei Möglichkeiten der Zurückgebliebenheit ☛ PDF
Werner Ruf – Was für ein Staat ist der »Islamische Staat«? Barbarei, territoriale Unordnung – und das Öl
Jürgen Paul Schwindt – Die Mitmacher Zur Pathogenese der neuen deutschen Universität.
Teil IV (figurae dramatis 2) – Der »Studierende«
                                                       

BELICHTUNGEN

Clemens Pornschlegel – Mutations-Blues Wider das Professorengejammer, für die Entmachtung ihres Managements
Karl Schlögel – Die Farbe der Globalisierung Der Vuitton-Koffer auf dem Roten Platz
Karin Harrasser – Parahumanismus statt Supermenschentum Überlegungen zur Selbstoptimierung des Menschen
Thanos Lipowatz – Die Vielfalt des Bösen Für eine radikale Ethik des Politischen
Sebastian Hennig – Wer ist hier der Verräter? Der ›informelle‹ Dichter Sascha Anderson
 

RÄUME DES POLITISCHEN

Carl Schmitt – Glossarium Aus unveröffentlichten Aufzeichnungen 1951–1958
Carl Schmitt – Surrealistische Collage
Wolfgang H. Spindler – Lektüre im Schatten Gottes Carl Schmitts Tagebücher der Jahre 1921 – 1924
Gabriel Ramin Schor – Substituiert Vielleicht eine Kritische Theorie des Massakers. Erster Teil
 

LANDSCHAFTEN

Jochen Beyse – Lawrence und wir
Schuldt – Trennen öffnet Gedichte und Prosa
 

DIE BEWIRTSCHAFTUNG DER ZUKUNFT

Manfred Hulverscheidt – Rote Zahlen, schwarze Löcher
 

DAS GESPENST SEXUALITÄT

Ralf Rother – Jenseits der Liebe und der Ehe Maurice Blanchot liest Marguerite Duras
 

LEBENSWELT NETZ

Jan Claas van Treeck – »Das Internet« oder »Gibt’s das auch in Bio?« Zum diesjährigen Friedenspreis
des Deutschen Buchhandels
☛ PDF
 

 

 

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