Johannes Scharf: PARTYSZENE IST SICHERES HERKUNFTSLAND

Sie haben es schon wieder getan. Beim zwangsfinanzierten Staatsfernsehen und im Blätterwald der auf dem linken Auge blinden Mainstream-Medien sucht man vergeblich nach einer Täterbeschreibung, die auf die Randalierer und Vandalen passt, die auf zahlreichen Handy-Videos dabei zu sehen sind, wie sie die Stuttgarter Innenstadt kurz und klein schlagen. Dass es sich um mehrere Hundert Kulturbereicherer handelte, unter die sich ein paar autochthone Linksextremisten gemischt hatten, wird nicht nur anhand der Bilder, sondern auch anhand der Kommentierungen der Videos in Kiezdeutsch und vereinzelter "Allahu-akbar"-Rufe überdeutlich. Wenn die Polizei sich nun dennoch nicht entblödet, davon zu sprechen, die Plünderer und Randalierer stammten aus der sogenannten Partyszene, kann das nur als letzter verzweifelter Versuch gewertet werden, dem Bürger den wahren Charakter der Ausschreitungen zu verbergen.

Die Tatsache, dass die Behauptung, bei den Vandalen habe es sich um Angehörige der „Partyszene“ gehandelt, begierig von der Presse kolportiert wurde, hat binnen kürzester Zeit eine Flut lustiger Memes hervorgebracht, von denen eines etwa eine Landkarte zeigt, in der der Nahe und Mittlere Osten sowie Teile Nordafrikas als „Partyszene“ ausgewiesen sind. Andere zeigen wahlweise das Heer des osmanischen Sultans Mehmed II. vor Konstantinopel oder die Türken vor Wien 1683 mit dem Hinweis, es handele sich um die „Partyszene“. Man fühlt sich unwillkürlich an die Silvesternacht von Köln im Jahr 2015/16 erinnert, als die frisch ins Land gelockten Staatsvolksaspiranten aus dem Maghreb, für die sich im Polizeijargon schnell der Ausdruck „Nafris“ (Nordafrikanische Intensivtäter) einbürgert hatte, eine erste Demonstration ihrer Macht lieferten. Auch damals hatte die Presse tagelang auf Biegen und Brechen versucht, den Mantel des Schweigens über die Ereignisse zu breiten!

Tacheles redete hingegen, wie man das auch vom Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt gewohnt ist, der Vorsitzende der GdP in Mannheim, Thomas Mohr. Wer die Randalierer einer Event- und Party-Szene zuordne, so der Mann mit dem politisch nicht mehr korrekten Familiennamen, der verharmlose das Grundproblem. „Nach Schilderungen der Einsatzkräfte vor Ort“ habe es sich „um überwiegend migrantische Jugendliche, Heranwachsende, aber auch Erwachsene in größerer Zahl“ gehandelt, die sich grundsätzlich an keine Verhaltensregel hielten. Die authentische Sprachnachricht eines konsternierten Polizisten, die dieser an Freunde oder Verwandte geschickt hatte, wurde mir schon am Morgen nach der Tatnacht zugespielt. Der Polizist gibt einen Lagebericht, zeigt sich fassungslos über die bürgerkriegsähnlichen Zustände in der baden-württembergischen Landeshauptstadt und verleiht seiner und der Hoffnung seiner Kollegen Ausdruck, die Presse werde wahrheitsgemäß über die Urheber der Unruhen und Plünderungen berichten, die er durchweg als „Kanaken“ bezeichnet. Im Hintergrund rauscht der Polizeifunk … Als ich die Sprachnachricht per WhatsApp an eine Handvoll Freunde und Bekannte weiterleiten möchte, erhalte ich die Fehlermeldung „Häufig geteilter Beitrag. Kann nur an eine Person weitergeleitet werden“. Das ist nun endgültig George Orwells 1984, denke ich und leite den Beitrag nach und nach an ein paar ausgewählte „Superspreader“ weiter.

Nachträglich geändert wurde der Online-Artikel in der Zeitung Die Welt. Hieß es unmittelbar nach der Krawallnacht, in der in Stuttgart Jagd auf Polizisten gemacht wurde, noch, zwölf der 24 Festgenommenen besäßen die deutsche Staatsangehörigkeit und zwölf hätten einen nicht-deutschen Pass, so las man wenige Stunden später: „Von den 24 Festgenommenen sind laut Polizei 12 Deutsche und 12 Nicht-Deutsche.“ I see what you did there … Das allzu durchsichtige Spiel des Wahrheitsministeriums und seiner gleichgeschalteten Presseorgane brachte auch den vermutlich einzigen Grünen-Politiker mit Rückgrat auf die Palme. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer beschrieb die Täterklientel als überwiegend „südländisch“ und „dunkelhäutig“. Weiße Männer, so Tübingens OB, könne er in den Videos der Tatnacht kaum entdecken. Fast alle Täter hätten „ein ähnliches Erscheinungsbild“.

Bleibt also zu hoffen, dass die „Partyszene“ zwischen Bosporus und dem nördlichen Teil Afrikas bald pauschal zum sicheren Herkunftsland erklärt wird, damit in großem Stil mit der Rückführung der ungebetenen Partygäste begonnen werden kann. Man wird doch wohl noch träumen dürfen …



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