In eigener Sache: Das TUMULT FORUM verliert seine Bühne

Aktualisiert: 10. Dez 2019

TUMULT, die Vierteljahresschrift für Konsensstörung mit Hauptquartier in Dresden, sucht einen Veranstaltungsort, um in eigener Regie Autoren und Schriften präsentieren zu können.

Im November 2019 sah es so aus, als seien wir - das Team um Herausgeber Frank Böckelmann - fündig geworden. Dem TUMULT FORUM schien sich die denkbar schönste Vortragsstätte zu öffnen: das Coselpalais nahe der Frauenkirche. Mit dem Geschäftsführer des dort residierenden Piano Salons vereinbarten wir Auftritte im Monatsturnus, eingebettet in Klaviermusik. Für das TUMULT FORUM im ersten Halbjahr 2020 konnten wir gewinnen: Uwe Tellkamp (am 9. Januar), Egon Flaig (am 13. Februar), Rolf Schilling (am 12. März), Bettina Gruber (am 16. April), Jörg Bernig (am 14. Mai) und Michael Klonovsky (am 4. Juni). Als Pianisten engagierten wir Stephan Naumovich, tätig u.a. als Organist des Chors der Dredner Synagoge.

Entsprechende Ankündigungen dieses Programms finden sich in der neuen TUMULT-Ausgabe Winter 2019/20, auf www.tumult-magazine.net und einem Faltblatt.

Nachdem am 22. November 2019 im Piano Salon eine Podiumsdiskussion der Oswald-Spengler-Stiftung über die Frage "Was ist konservativ?" (mit Albrecht Glaser, Marc Jongen, Maximilian Krah und Götz Kubitschek) stattgefunden hatte, wurde der Salon jedoch zum Angriffspunkt von Schmähungen und Boykottaufrufen sogenannter "Antifaschistinnen und Antifaschisten" auf einschlägigen Plattformen im Internet und in lokalen Medien. Durch diese Angriffe geriet die Firma in eine existenzbedrohende Lage (die zu schildern hier nicht der geeignete Ort ist). Am 28. November trat der Geschäftsführer daher von der Saalnutzungszusage für das TUMULT FORUM zurück.

In Gesprächen mit ihm konnten wir uns davon überzeugen, dass seine Befürchtungen und die Ängste seiner Mitarbeiter begründet sind. Grundsätzlich können in Deutschland nahezu alle Auffassungen zu Worte kommen; wir leben in keiner Diktatur. Praktisch jedoch sind Veranstalter und Teilnehmer des politischen Zeitgesprächs einem erpresserischen Tugendterror ausgesetzt - selbstherrlichen Gesinnungswächtern, die mit stillschweigender Zustimmung einer öffentlichen Meinung, die alte Vormachtstellungen absichert, Etiketten mit verleumderischen Kampfbegriffen verteilen.

Unsere Suche nach einem geeigneten Ausweichquartier für das TUMULT FORUM ist vorerst im Sande verlaufen. Wir setzen die Suche fort. Mit dieser Presseerklärung appellieren wir an souveräne Veranstalter in Dresden, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Dresden, den 9. Dezember 2019.




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