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TUMULT-BLOG
Im Mittelpunkt des TUMULT-Projekts steht die gedruckte Vierteljahresschrift. Durch ihr weitmaschiges Netz – viermal jährlich erscheinen 112 Seiten – fallen aber viele lesenswerte Zusendungen, die möglichst rasch veröffentlicht werden sollten oder gar termingebunden sind und/oder deren Umfang die Kapazitäten der Printausgaben überfordert. Solche Texte präsentieren wir fortan im TUMULT-Blog.
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Daniel Zöllner: DIE EWIGE VERSUCHUNG. THOMAS MOLNARS KRITIK DES UTOPISMUS
Nach dem Fall der Berliner Mauer stellte der konservative Historiker Joachim Fest in dem Buch Der zerstörte Traum: Vom Ende des utopischen Zeitalters (1991) die These auf, dass das utopische Denken ein zeitlich begrenztes Phänomen sei. Es habe seit der Französischen Revolution immer neue Ausprägungen erlebt, sei aber heute einer Desillusionierung gewichen. Angesichts der Entwicklung, die seitdem eingetreten ist und die eine erneute Auferstehung utopischen Denkens zeigte, muss


Beate Broßmann: NOBELPREIS FÜR LITERATUR AN LÁSZLÓ KRASZNAHORKAI
Da ist den Juroren eine wirkliche Überraschung gelungen! Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, war die Auswahl des höchsten Literaturpreises der Welt ideologisch linksliberal, also modisch, geprägt. Nach der Nominierung einer koreanischen Lyrikerin ein Jahr nach dem Desaster im Kreise des Komitees und dem Ausbleiben einer Nominierung des Weltliteraten Philip Roth erwartete ich nichts Inspirierendes mehr...


Beate Broßmann: LUFTMENSCH IN DER DRECKSWELT – ANVERWANDLUNG EINES ROMANS VON TILL RÖCKE
Das Ungenügen. Die Scham. Sie sind immer im falschen Film. Der ihre ist noch nicht gedreht. Die Projektion des eigenen Elends auf die Welt, auf die Menschen, deren Leben gelingt, denen zu leben gelingt, die nicht überwältigt werden von Schmutz, Häßlichkeit, Grobheit, Blödsinn. Die nicht hassen müssen oder verachten. Weil ihnen die Welt gehört, weil sie ihre Gestalt angenommen hat. Das Nichtdazugehören, das Abseitsstehen, die Menschenflucht...


Thomas Hartung: MANNOSPHÄRE – EIN SCHATTENBEGRIFF
Das digitale Schlagwort „Mannosphäre“ entlarvt kein Paralleluniversum, sondern ist das verzerrte Echo einer allumfassend pazifizierten Jugend. Ein Symptom, kein Feindbild...


Till Kinzel: EIN UNGERADES JUBILÄUM. ZUM 126. GEBURTSTAG VON LEO STRAUSS
Der Münchner Philosoph Heinrich Meier legt mit seinem Buch „Leo Strauss. Zur Sache der Politischen Philosophie“ eine Art Summe seines Nachdenkens über Leo Strauss (1899-1973) und die in ihm in besonders eindringlicher Weise verkörperte Sache der Politischen Philosophie vor...


Thomas Hartung: DIE NIEDERLAGE DER IDEOLOGISCHEN ZENSUR
Das Frankfurter Urteil pro Lau-Verlag zeigt: Wo der Staat zum Zensor degeneriert, kehrt das Recht als Gegenspieler zurück – und setzt ein Zeichen für die Renaissance der freien Debatte...


Ralf Rosmiarek: DAS BÖSE – EINE TEUFLISCHE KARRIERE (II)
Allenthalben Hoffnungslosigkeit, zermürbende Trostlosigkeit. Glanz, Trost und Seligkeit wollen nicht so recht in die geschundenen Seelen. Seltsam ahnendes Wissen metaphysischer Wirklichkeit in Sage und Märchen, in Kunst und Dichtung...


Hans Günter Holl: PERVERSION DER AUFKLÄRUNG DURCH IDEOLOGIE
Kalendarisch betrachtet begann die Aufklärung 1620, mit dem Erscheinen von Francis Bacons Werk Novum Organon. Dieser Titel bezog sich auf das Organon des Aristoteles, bestehend aus den „Kategorien“ und der „Lehre vom Satz“, die klar bestimmen sollten, welche Erklärungsprinzipien und Aussagen als philosophisch zulässig gelten konnten – und zwar unabhängig davon, ob sie sich auf Natürliches oder Geistiges bezogen...


ANGERER DER ÄLTERE IST TOT
Sein künstlerisches Markenzeichen sind kosmische Landschaften, die eine Brücke zwischen Himmel und Erde schlagen, märchenhafte Fabelwesen und Szenerien, die einem Traum von universeller Gültigkeit entsprungen scheinen. Angerer, der sich in Anlehnung an die Alten Meister „Angerer der Ältere“ nannte, feierte internationale Erfolge mit Gemälden und Plastiken, die in der Tradition des Surrealismus eines Salvador Dalí und der Wiener Schule des Phantastischen Realismus stehen...


Ralf Rosmiarek: DAS BÖSE – EINE TEUFLISCHE KARRIERE (I)
Warum ist der Mensch böse? Und vielleicht sogar: Warum bin ich es? Das Böse kann mich befallen, verführen, anstecken, aber genauso gut als Neigung und Bereitschaft aus mir wachsen. Was also ist das Böse? Eine Wahnidee ohne reale Entsprechung? Läßt es sich vermessen oder entzieht es sich jeglicher Quantifizierung? Woher die rätselhafte Unschärfe dieses Hauptwortes? Ist das Böse also eine bloße natürliche Tatsache?


Hans Günter Holl: UNSER LEBEN IN UNSERER DEMOKRATIE
Logisch betrachtet ist Ferdinand Kürnbergers Befund eine Banalität. Das Leben lebt so wenig, wie Feuer brennt. Nur Stoffliches kann leben oder brennen. Trotzdem versteht man, was er meinte: Ein Verb, das die Leere seines Nomens verrät...


Thomas Hartung: HOLZINGERS HÖLZERNE HAPPENINGS
Florentina Holzinger darf gesundheitsschädigend provozieren. Zugleich darf erstmals in der BRD eine harmlose Satire zur Einschätzung der Verfassungstreue ihres Autors fungieren. Das ist eine Kulturrevolution...


Thomas Hartung: DAS UNSICHTBARE LÖSCHEN
Depublizieren – es trifft den Israel-Relativierer wie den Rechts-Hater. Anmerkungen zum falschen Spagat zwischen Zensurreflex und öffentlicher Selbstverleugnung...


Ralf Rosmiarek: UNTER HEIDEN – VERWUNDERUNG ÜBER EIN BUCH VON TOBIAS HABERL
„Da schlag‘ doch das Gewitter drein!“, pflegte meine Oma auszurufen, wenn es allzu heftig wurde und knüppeldick daherkam. Der alttestamentarische Gedanke der Sintflut stand wohl hinter diesem geflügelten Wort, denn schließlich hatte Gott die Nase schon nach kurzer Zeit voll von seiner Schöpfung und wollte sie loswerden. Und so ein Gewitter reinigt eben...


Martin Richter: DER DEUTSCHE KLANG – ZENTRALES ELEMENT DER DEUTSCHEN KULTUR
Die Frage, was Deutsche Kultur ist, muss der rechten Verantwortungsgemeinschaft naturgemäß eine Herzensangelegenheit sein. Sie ist sowohl begrifflicher Ausgangspunkt als auch Diskussionsgegenstand zum Zweck inhaltlicher Grenzziehung und Ausdehnung. Was ist Teil Deutscher Kultur, wie weit reicht sie, wodurch zeichnet sie sich aus – ergo: Welche Künstler und Kunstwerke sind spezifisch deutsch?


Marc Pommerening: LIEBEVOLLE HASSREDE – DER ROMAN „DRECKSWELT“ VON TILL RÖCKE
Man kann die „Dreckswelt“ als Fegefeuer deuten, und Röckes Text als Verzweiflungsschrei eines Gottsuchers; man kann sie aber auch als neoliberale Arbeitsdreckswelt begreifen, in der ein talentierter Schreiber zur Hure eines „Head of Content“ gemacht wird; mein Vorschlag wäre, „Dreckswelt“ als das Heimatbuch eines umfassend Entfremdeten zu lesen...


Ralf Rosmiarek: DAS LEBEN, DER TOD UND DIE MUSIK
Unentrinnbarkeit. Tiefes Erschrecken zugleich: „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Leben! Wie ein Nebel bald entstehet und auch wieder bald vergehet, so ist unser Leben, sehet!“ Mit dem Anfang des Lebens, noch vor dem ersten Schrei, beginnt sogleich das „Vorlaufen in den Tod“ (Martin Heidegger)...


André Knips: ZWISCHEN LETZTEM LICHT UND ERSTEM KLANG
Spengler. Der Name steht nicht für Theorie, sondern für Sehen. Nicht für Geschichte, sondern für Gestalt. Seine Weltsicht ist kein System, sondern ein Organismus. Er lehrt uns, Kulturen nicht als Abfolgen von Ereignissen zu betrachten, sondern als lebendige Wesen mit Herzschlag, Aufbruch, Reife, Verhärtung und Tod...


Ralf Rosmiarek: DIE KIRCHEN UND DIE SCHWINDSUCHT. NOTIZEN ZU EINEM BEFALL
Auszehrung. Die Kirchenkrankheit geht einher mit rapidem Gewichts- wie Bedeutungsverlust und hieß in früheren Tagen Schwindsucht...


Beate Broßmann: KAI - EIN ROMAN VON RAYMOND UNGER
Der Maler, Sachbuch- und Romanautor Raymond Unger hat einen Thriller über künstliche Intelligenz und die Welt, in die sie aktuell eingreift, geschrieben. So etwas ist immer ein Wagnis...
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